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Die jüdische Gemeinde Reken

Seit dem 17. Jahrhundert lebten jüdische Bürger in der Gemeinde Reken. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden auch in Reken jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger terrorisiert, vertrieben, deportiert und umgebarcht oder in den Selbstmord getrieben. – wird überarbeitet –
Dieser Artikel wird derzeit überarbeitet und ist daher in Teilen unvollständig oder bedarf noch Korrekturen durch das Lektorat.
 

Terrorisierung und Verfolgung während des Nationalsozialismus

Auch in Reken war die Zustimmung zum NS-Regime in den Jahren nach 1933 bis zum Überfall auf die Sowjetunion kontinuierlich angewachsen. Nicht umsonst bestand lange Zeit weitgehende Übereinstimmung unter vielen Zeitgenossen, dass das "Dritte Reich" mindestens bis zum Russlandfeldzug als "schöne Zeit" zu beschreiben sei. Das nationalsozialistische Projekt bot ja nicht nur eine glanzvoll ästhetisierend ausgemalte Zukunft, sondern auch ganz handfeste Gegenwartsvorteile wie zum Beispiel Karrierechancen in den zahlreichen von Bürgermeister Bösing im Frühjahr 1934 initiierten Vereinen und Organisationen.(vgl. Hengemühle , S. 48)
Unmittelbar nach dem 30. Januar 1933 setzte auch hier eine ungeheuer beschleunigte Praxis der Ausgrenzung der Juden ein, und zwar ohne relevanten Widerstand der Mehrheitsbevölkerung - obwohl mancher vielleicht über den "SA- und Nazipöbel" die Nase rümpfte oder die einsetzende Kaskade der antijüdischen Maßnahmen als unfein, ungehörig, übertrieben oder einfach als inhuman empfand: Ausgrenzung, Verfolgung und Beraubung der Anderen wurden kategorial nicht als solche erlebt, weil diese Anderen- " die Juden"- per definitionem gar nicht mehr dazugehörten und ihre antisoziale Behandlung Moralität und Sozialität der "Volksgemeinschaft" nicht mehr berührte. (vgl. Hengemühle, S. 72 ff.)
Alle Einzelschritte des sozialen Ausgrenzungsprozesses der jüdischen Rekener fanden in der Öffentlichkeit statt. Vom Tag der so genannten Machtergreifung an vollzog sich ein fundamentaler Wertewandel, in dem es zunehmend als normal empfunden wurde, dass es kategorial unterschiedliche Menschengruppen gab, für die entsprechend unterschiedliche Normen des zwischenmenschlichen Umgangs auf der einen und der Rechtsetzung und -anwendung auf der anderen Seite galten. In verblüffend kurzer Zeit galten für die jüdischen Mitbürger Normen wie Gerechtigkeit, Mitleid oder Nächstenliebe nicht mehr, verschwand eine humane Grundierung.
Anfang März 1933 meldete die Borkener Zeitung, dass auf das Kaufhaus Lebenstein ein Brandanschlag verübt wurde, der durch die rasch alarmierte Feuerwehr in Grenzen gehalten wurde und keinen größeren Schaden anrichtete. Mag diese Tat das Werk eines Einzelnen ohne systematisch geplanten politischen Hintergrund gewesen sein, ermittelt wurde gegen den bekannten Brandstifter nicht.
Ein anderes Ereignis zeigt sehr deutlich, wohin die Reise ging: Hermann Levinstein und Samuel Silberschmidt wurden im Herbst 1933 „auf höhere Anweisung“ wegen jüdischer Rassenzugehörigkeit aus der Groß-Rekener Feuerwehr ausgeschlossen. Dass daraufhin acht Kameraden aus Protest die Wehr verließen, zeugt sicherlich vom Mut dieser Männer, aber auch davon, dass die Nationalsozialisten damals noch nicht vollständig ihre perfekt durchorganisierte, lähmende Furcht verbreitende Polizeidiktatur etabliert hatten.
Systematisch wurden die jüdischen Mitbürger ab März 1933 aus dem ööfentlichen und dem Wirtschaftsleben ausgeschlossen, wie die folgende Auswahl zeigt:

  1.4.33: Rekener SA- Männer führen den ersten "Judenboykott" in der Dorfstrasse durch,
18.5.33: Rekener Geschäftsleute gründen den Kampfbund des Mittelstandes: "Deutsche, kauft in christlichen Geschäften",
25.5.33: Gründung einer "NS-Frauenschaft" in Groß-Reken, damit sind jüdische Frauen "draußen",
23.6.33: Der Kampfbund des Mittelstandes beschwert sich, dass der Benediktushof seinen Bedarf immer noch im Kaufhaus Levinstein decke.
              Landrat Dr. Cremerius erklärt, er habe schon "vor längerer Zeit" veranlasst,dass nur noch in "christlichen Geschäften" einzukaufen sei ... usw.

Anfang 1937 wird Samuel Silberschmidt seine Konzession als Viehhändler entzogen.



Die Kriegsjahre
können nicht ohne Berücksichtigung von Ausschaltung der politischen Gegener und Holocaust betrachtet werden. Bis zum "siegreichen Frankreichfeldzug" war die Zustimmung zum NS-Regime auch in Reken gewachsen, schien man doch Dank des "von Gott gesandten Volkskanzlers Adolf Hitler" auf der siegreichen Seite und Dank der wie selbstverständlich akzeptierten Ausbeutung von Zwangsarbeitern war auch die Versorgung noch gesichert. Zwar hatten schon am 26.-27. Mai 1940 Bomben in Maria-Veen angedeutet, dass "Krieg" auf die Angreifer zurückfallen würde, zwar hatte der "Westfeldzug" auch das Soldatenleben Rekener Männer ausgelöscht, das alles wurde aber noch von dem Siegesgeläut der Kirchen übertönt.
Mit dem Überfall auf die Sowjetunion am 22.6.1941 war hinter vorgehaltener Hand auch Rekenern klar, dass es alsbald mit "Blitzsiegen" vorbei sei. Spätestens seit "Stalingrad" war der "Endsieg" zum Mythos verkommen. Nur mit verstärktem Terror, Denunziantentum und der Kriegs- und permanenten Siegrhetorik etwa der Borkener Zeitung wurden die Gesinnungsreihen geschlossen.
Bei weiteren Angriffen alliierter Fliegerverbände kamen auch in Reken Menschen um. Das waren der Rekener Bevölkerung "Terrorangriffe alliierter Luftbanditen". Dass in Reken ausgeladene V-2 Raketen Tod und Verderben nach Großbritannien oder Rotterdam bringen sollten, dass schon im September 1939 deutsche Bomber im polnischen Wielun etwa 1300 Menschen ermordet oder schon 1936 das spanische Guernica dem Erdboden gleichgenmacht hatten, wurde  als Einleitung, als Voraussetzung für das nun einsetzende Leid der Bevölkerung verdrängt.
Jetzt sah man auch in Reken sich selbst nur als Opfer. Das eigene Leid wurde mit den Kriegsgreuel der Wehrmacht sozusagen verrechnet. Gräber auf dem Friedhof in Maria Veen machen nur allzu deutlich, dass in Reken bis Anfang April um den "Endsieg" gefochten und der Ort keineswegs friedlich übergeben wurde.
Zeigten Bürger offen ihre Abscheu gegen Machenschaften von Parteigenossen, die selbst die Front vermieden wie Bürgermeister Parteigenosse Bösing, so hatte dieser als Herr über UK-Stellungen wie Einberufungen die Macht, diese Menschen das spüren zu lassen: Dem Wirt Schneermann z.B. wurden 4 Söhne eingezogen. 3 kamen in Russland um.
Für die "Erweiterung des Lebensraums" des deutschen Volkes kamen insgesamt fast 450 Rekener Männer um.
Die Kommunale Selbstverwaltung nach dem Ende des 2. Weltkrieges lässt auch auf dem Gebiet der Gemeinde Heiden-Reken eine bemerkenswerte Kontinuität erkennen. Kurzgefasst hieß es: Rücke einen vor.
Aus dem ersten Angestellten der Gemeindeverwaltung Heiden unter Bösing, Fritz Letsch, vom 1.5.33 an Mitglied der NSDAP, wurde am 2.8.45 der erste Amtsdirektor, Herr Roring rückte zum Standesamtsleiter auf usw.
In Reken wurde von der Militärverwaltung als Bürgermeister  Hermann Ehlker beauftragt, alle Parteimitglieder aufgrund einer Anordnung der Militärbehörde aus  der Verwaltung zunächst entlassen. Mitglieder eines "Antifa-Komitees" fordern ein Mitspracherecht und Beteiligung an der Verwaltung. Hermann Ehlker war jedoch der Meinung, für einen Neuanfang bedürfe es der Mitwirkung "erfahrener" Verwaltungsbeamte. So verwalten "Amtswalter" aus Bürgermeister Bösings Zeiten weiter: "Die Beamten hatten Adolf Hitler von der Wand gehängt und verwalteten weiter".( Prantl, H., in SZ, 6.5.2018: "Die kalte Amnestie).

  • Brandstiftung beim Kaufhaus Lebenstein-Levinstein
 

Zwei Monate nach der Machtergreifung
Hitlers gab es in Groß Reken einen seltsamen Vorfall.
Auf das Kaufhaus Lebenstein/Levinstein war ein Brandanschlag verübt worden.
Später stellte sich heraus, dass der „Sicherheitsbeamte“ Köhne,
der das Feuer entdeckt hatte, es selbst gelegt hatte.
Einige Zeitzeugen sagten uns, dass sich der Mann nur wichtig tun wollte.
Ob ihn vielleicht Nationalsozialisten (Nazis) dazu angestiftet haben, ist nicht bekannt.
Möglich wäre es vielleicht, da jetzt auch die Hetze gegen die Juden in Reken einsetzte.

 

Die ständige Verschärfung der Repressionen gegen Juden verfehlte auch in Reken nicht ihre Wirkung. Hermann Levinstein verlor seine Aufsichtsratspositionen bei den Banken, und es wurde immer schwieriger, das Geschäft aufrechtzuerhalten.

Jüngere Mitglieder der jüdischen Gemeinde Reken wie Samuel Silberschmidts Tochter Julia, Hermann Levinsteins Tochter Johanna und die Brüder Alex und Leopold Lebenstein verließen ihre Heimat noch vor 1938. Die Älteren blieben, z.T. weil sie sich durch die Tradition gebunden fühlten, in dem Ort zu bleiben, an dem ihre Familien im "Haus der Ewigkeit" begraben waren.
Im Herbst 1941 begannen die Deportationen der noch im Lande lebenden jüdischen Rekener. Diese Deportationen fanden in aller Öffentlichkeit statt- die Opfer wurden in einer vom Ortspolizisten Melles bewachten Gruppe zum Bahnhof nach Coesfeld gebracht, von dort nach Münster und dann mit der Reichsbahn in die Vernichtungslager. Das Wissen darüber, dass jetzt die letzten im Land verbliebenen Juden gegen ihren Willen und unter Zwang "nach Osten" transportiert wurden, war öffentliches Wissen.

Marta Lebenstein, Rosa Silberschmidt, Hermann Levinstein, David Lebenstein und seine Frau Berta wurden ermordet.

Selbstmord von Berta Levinstein
  • Selbstmord von Berta Levinstein
 

Mit den Geschäften bei Levinsteins ging es durch die ständige Hetze, die Verleumdungen und auch die zunehmende Entrechtung der Juden immer schlechter.
Aus Verzweiflung über ihre familiäre Situation nahm sich Berta Levinstein im Jahre 1937 das Leben. Viele Groß Rekener waren darüber sehr betroffen; denn Berta hatte etlichen Menschen in den schwierigen Zeiten nach dem 1. Weltkrieg geholfen und besonders das Groß Rekener Krankenhaus unterstützt.

(Das Foto links stammt aus glücklicheren Tagen. Es wurde bei einem Urlaub im Harz aufgenommen.)

Fritz Lebenstein wurde mit 44 Jahren ebenfalls nach dem Osten verschleppt und ist dort umgekommen. Hermann Levinstein hielt nach dem Tode seiner Frau Berta das Geschäft noch ein oder zwei Jahre aufrecht, dessen Niedergang durch die Umstände natürlich vorgezeichnet war. Schließlich war er gezwungen, sein restliches Hab und Gut zu veräußern und nach Dorsten zu ziehen. Von dort wurde er am 21. Januar 1942 mit den anderen Dorstener Juden nach Riga deportiert. Er gilt als verschollen, ist aber mit Sicherheit ermordet worden. Die übrigen Mitglieder der Familie Lebenstein/Levinsteín konnten dem Holocaust durch Emigration entkommen:

Heute gibt es keine jüdische Gemeinde mehr in Reken. Von ihrer Existenz zeugt noch der jüdische Friedhof auf dem Kerkenberg. Im Jahre 1981 erfolgte die Instandsetzung der jüdischen Friedhöfe in Groß Reken und in Klein Reken. Auf dem Klein Rekener Friedhof wurde ein Gedenkstein eingeweiht mit der Inschrift "Der Ort, auf dem du stehst, ist heiliger Boden. Exodus 3.5. jüdischer Friedhof". 1985 errichtete die Gemeinde Reken auf dem Groß Rekener Friedhof einen weiteren Gedenkstein. Er trägt außer demselben Bibelzitat den Zusatz: "Zum ehrenden Gedenken an die jüdischen Mitbürger unserer Gemeinde, die in den Jahren 1933–1945 Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden. Gemeinde Reken".

Am 13. Dezember 2005 wurde im „Geschichtsort Villa ten Hompel“ in Münster ein Gedenkblatt für die Familie Lebenstein / Levinstein verlesen und dem dort geführten ‚Gedenkbuch‘ hinzugefügt. Am 6. März 2009 wurde in der Nähe des ehemaligen Synagogengebäudes in Groß Reken ein Gedenkstein enthüllt, dessen Text auf dem nebenstehenden Bild zu lesen ist.

Die Folgen der Hetze Rekenern gegen ihre jüdischen Mitbürger am Beispiel Samuel Silberschmidt
Samuel Silberschmidt wurde am 2.1.1881 in Groß Reken geboren. Er lernte im Hause des Vaters, der ein zunächst wenig erfolgreicher Viehhändler war. (Das hängt mit dem um diese Zeit geringen Viehbestand Rekener Bauern zusammen)Mit dem Erschließen größerer Weideflächen konnte Samuel Silberschmidt ab etwa 1900-1910 das Geschäft ausweiten. Er heiratet seine Frau Rosa in dieser Zeit, gründet die Freiwillige Feuerwehr in Groß Reken mit und wähnt sich in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Eine Tochter Julia wird am 25.2.1914 geboren und während des Krieges am 6.1.1917 Sohn Siegfried. Vater Samuel  ist als Anhänger des Kaiserreichs ein überzeugter deutscher Patriot und während des gesamten Kriegsverlaufs Soldat. Bis 1919 bleibt er in britischer Gefangenschaft.
Ausweislich zahlreicher Anzeigen in der Borkener Zeitung geht er nach seiner Rückkehr zügig daran, sein Geschäft weiter zu etablieren und zu erweitern: Zwischen 1925 und 1933 hat die Familie ein jährliches Einkommen von 10-12000 Reichsmark, ist also vergleichsweise wohlhabend.( Ein Lehrer hat etwa 3000, ein Arbeiter 1500-2000 Reichsmark)Samuel Silberschmidt ist den Bauern ein fairer und zuverlässiger Geschäftspartner.
Dieser Mann, diese Familie wird ab 1933 systematisch aus dem Dorfleben ausgeschlossen:
· schon ab März 1933 wird vor seinem Haus in der Dorfstrasse ein Schaukasten für die Hetztiraden des "Stürmers" aufgestellt,
· im Juni/Juli 1933 wird Samuel Silberschmidt zusammen mit Hermann Levinstein aus der Feuerwehr ausgeschlossen. Das 25 jährige Jubiläum der Feuerwehr im September 1933 kann "judenrein" stattfinden,
· im Februar 1937 wird ihm seine Konzession als Viehhändler entzogen. Die Familie Silberschmidt ist gemäß der nationalsozialistischen Ideologie der "völligen Ausschaltung der Juden, ..der planmäßigen Ausmerzung des jüdischen Elements in der deutschen Wirtschaft" (BZ, 6.12.1938) ruiniert und zerstört: Tochter Julia hat bereits 1936 das Land verlassen, Sohn Fritz kann im Oktober 1937 seinen Häschern gerade noch entfliehen,
· im Februar 1938 muss Samuel Silberschmidt unter den damals gegen die Juden eingeleiteten Zwangsmaßnahmen sein Haus verkaufen. Mit 57 Jahren wird ihm das bürgerliche Recht genommen:
· einer Arbeit nachzugehen
· über ein Konto zu verfügen
· seinen Wohnsitz zu bestimmen. Fortan ist er der "Jude 0006 Borken Gemen".
Als nunmehr arbeitsloser "Schmarotzer" darf er dem Deutschen Reich nicht zur Last fallen und muss sich zum Arbeitsdienst melden, will er "Sonderbehandlung" vermeiden. Ab 1938 versucht auch Samuel Silberschmidt einen Ausreiseantrag zu erwirken: Über 3 Jahre schikanieren ihn und seine Frau Rosa deutsche Behörden mit immer neuen willkürlichen Vorschriften bis es im Oktober 1941 so scheint, als sei eine Ausreise möglich.
Beide haben Fahrkarten über Berlin nach Lissabon und von dort per Schiff nach Buenos Aires zu Sohn Fritz. In Berlin jedoch widerfährt beiden Unmenschliches: Rosa Silberschmidt muss aufgrund einer Verordnung, wonach unter 60 jährige Menschen jüdischen Glaubens nicht mehrausreisen dürfen, den Zug verlassen. Was sagen sich die beiden?
Rosa muss zurück nach Borken und wird 1942 im KZ Riga umgebracht. Samuel Silberschmidt kommt allein "gebrochen" in Buenos Aires bei seinem Sohn Fritz und dessen Frau Hilde an. Mit ihnen siedelt er in den 60er Jahren nach Israel um.
Seine Enkelin Rosa hat von ihren Opa Samuel berichtet, dass er sich in Israel im Kreise seiner Familie und der Synagogengemeinschaft sicher aufgehoben gefühlt hat. Er sei ein stolzer Großvater gewesen, der gern mit seinen Enkeln gespielt habe. Er habe sie die deutsche Sprache gelehrt und selbst nur Deutsch gesprochen. Jeden Morgen habe er die in Israel erscheinende Deutsche Zeitung gelesen. Auch sei er ein leidenschaftlicher Kartenspieler gewesen.
Von den Verbrechen Rekener Bürger gegen die Familie habe er nichts erzählt. Immer wieder hat er wohl sein "Versagen" als Beschützer seiner Frau und Familie vor Augen gehabt. Die grausame Trennung von seiner Frau hat er nie überwunden.
Am 8.7.1973 ist Samuel Silberschmidt gestorben.
Literaturauswahl:
( vgl. auch: Heimatverein Reken (Hg.) "Mitten unter uns – Geraubte Leben in Reken 1933-1945", Reken 2020) HYPERLINK "https://www.bpb.de/apuz/30543/die-deutschen-und-ihr-drittes-reich"APuZHYPERLINK "https://www.bpb.de/apuz/30543/die-deutschen-und-ihr-drittes-reich" 14-15/2007)

Peter Longerich, Politik der Vernichtung. Eine Gesamtdarstellung der nationalsozialistischen Judenvernichtung, München 1998.

Vgl. Harald Welzer, Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden, Frankfurt/M. 2005, S. 48ff.

Hengemühle: Reken 1900-1945, Heimatverein Reken (Hg.), Coesfeld 2020
siehe auch unter (https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdische_Gemeinde_Reken), Jüdische Gemeinde Reken
  • Eingang_Judenfriedhof
  • Grabstein Salomon Lebensteins
  • Stele-reken

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