Die geschichtliche Entwicklung der Rekener Kommunalverwaltung 1940 - 1995

Gegen Ende des Krieges wurde das Verwaltungsgebäude am 23. März 1945 durch einen Bombenangriff völlig zerstört. Der Einmarsch der britischen Besatzungstruppen stellte überhaupt die Verwaltungstätigkeit zunächst einmal vollständig ein. In dem Schweringschen Gebäude an der Hauptstraße (heute Marienapotheke) legte man nach einigen Wochen der Untätigkeit den Grundstein für einen neuen Anfang Verwaltungsmäßigen Handelns.

Verwaltungschef des Amtes Heiden-Reken wurde nach dem Kriege auf Geheiß der britischen Besatzungsmacht zunächst Johann Temminghoff Er nannte sich noch Amtsbürgermeister.

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Die geschichtliche Entwicklung der Rekener Kommunalverwaltung bis 1940

Komunalverwaltung von 1810 bis 1874
Komunalverwaltung von 1874 bis 1945
Errichtung eines Standesamtes
Johann Rappers Amtmann von 1895 bis 1917Johann Rappers Amtmann von 1895 bis 1917
Umzug Amtsgebäude Hauptstraßemzug Amtsgebäude Hauptstraße

Die Idee der kommunalen Selbstverwaltung ist auf das Wirken und die Persönlichkeit des Reichsfreiherrn vom Stein zurückzuführen. Eines seiner ersten Reformwerke war die „Bauernbefreiung“. Mit dem Martinitag des Jahres 1810 hörte alle Gutsuntertänigkeit auf; ab diesem Tage sollte es nur noch freie Menschen geben.

Aufbauend auf diesem Freiheitsgedanken hatte für den kommunalen Bereich das bereits 1808 verfasste Reformwerk der „Städteordnung“ grundlegende Bedeutung. Zur Struktur seiner Kommunalverfassung sagte Stein damals selbst: „Die Bürgerschaft bekommt die ungeteilte Verwaltung. Zu Stadt- bzw. Gemeindeverordneten werden von der gesamten Bürgergemeinde Männer, die ihr Vertrauen besitzen, aus ihrer Mitte auf drei Jahre gewählt.

Das Ende des Krieges 

Die Front kommt näher. Wird es in unserem Dorfe zu einem Kampfe kommen? Das ist die bange Frage, die sich jeder stellt. Vorsichtshalber rüstet man sich für die Flucht. Aber die zurückflutenden deutschen Verbände sind so demoralisiert, dass hier keine neue Front aufgebaut werden kann. Am 28. März abends kommt auch für die hier stehenden Verbände der Befehl zum Rückzug. Vor dem Abmarsch sprengen die deutschen Verbände große Armeemunitionslager zwischen Heiden und Groß Reken.

Die jüdische Gemeinde Reken

 Seit dem 17. Jahrhundert dürften Juden Bürger der Gemeinde Reken gewesen sein. Die Familie Lebenstein besaß aus dieser Zeit einen Schutz- und Geleitbrief ausgestellt von der Fürstbischöflichen Regierung in Münster, der darauf schließen lässt. Im „Fürstbischöflichen Hof- und Adress-Kalender“ von 1786 werden sogar die jüdischen Geistlichen aufgeführt:

Die Kriegsjahre

 Von Ende Oktober 1939 bis zum Beginn des Westfeldzuges 1940 waren häufig wechselnde Einquartierungen in unserem Dorfe. Zuerst War es Kavallerie aus Mecklenburg, danach waren es Truppenteile aus Ostpreußen, Pommern, Hessen und zuletzt die SS-Truppe „Der Führer“. Sie bestand aus Österreichern.

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